Schwerpunkt: E-Mail Appliances
1. Was ist eine Appliance?
2. Welche Vorteile hat eine Softwarelösung?
3. Kann man eine Appliance einfach erweitern?
4. Ist eine Appliance stabiler als eine Softwarelösung?
5. Sind Appliances ein Enterprise-Produkt?
2. Welche Vorteile hat eine Softwarelösung?
3. Kann man eine Appliance einfach erweitern?
4. Ist eine Appliance stabiler als eine Softwarelösung?
5. Sind Appliances ein Enterprise-Produkt?
Was ist eine Appliance?
Eine Appliance ist eine feste Kombination aus proprietärer Hard- und Software, vergleichbar einem Router. Modernere Appliances nutzen PC-ähnliche Hardwarekonfigurationen und darauf angepasste Betriebssoftware. Häufig werden Linux- oder BSD-Adaptionen verwendet. Die eigentliche Applikationssoftware läuft nur auf diesem System und in der spezifischen Hardware-Software-Konstellation.
Viele Anbieter von Appliances versprechen schnelle Einsatzbereitschaft und einfache Konfiguration. Bei genauerer Analyse stellt sich jedoch oftmals heraus, dass Appliances weniger flexibel als eine klassische Softwarelösung sind.
Viele Anbieter von Appliances versprechen schnelle Einsatzbereitschaft und einfache Konfiguration. Bei genauerer Analyse stellt sich jedoch oftmals heraus, dass Appliances weniger flexibel als eine klassische Softwarelösung sind.
Welche Vorteile hat eine Softwarelösung?
- Eine Softwarelösung wie die iQ.Suite kann sowohl auf den bereits vorhandenen Mailsservern als auch auf bereits vorhandenen Webfiltern installiert werden. Eine Appliance bedeutet immer auch den Kauf von proprietärer Hard- und Software.
- Das Management von Softwarelösungen in Unternehmen stellt höhere Ansprüche als die Weboberfläche zur Verwaltung einer Box. Die Übersicht über alle Systeme von einer Konsole aus und die Möglichkeit zur verteilten Konfiguration können Appliances nicht bieten. Auch die Unterstützung von Managementstandards wie WMI und MOM in Windows-Umgebungen fehlt. Sie eignen sich somit nur als probates Mittel für sehr einfache Sicherheitsarchitekturen.
- Appliances lassen sich in der Regel nicht in vorhandene Messaging Directories wie Active Directory, Domino Directory u.a. einbinden. Softwarelösungen basieren auf Standardbetriebssystemen und können deren Funktionsumfang voll nutzen.
- Da Appliances immer als Gateway operieren müssen, können für den unternehmensinternen Mailverkehr keine Sicherheitsfunktionen zur Verfügung gestellt werden. Dies ist aber sinnvoll, da Sicherheitsverletzungen immer sehr nahe am Verursacher erkannt und unterbunden werden sollten. Appliances fehlen designbedingt die notwendige Flexibilität für unterschiedliche Sicherheitsarchitekturen und -ansprüche.
- Auch Appliances benötigen Softwareupdates. Häufig entspricht die gekaufte Hardware jedoch bereits nach kürzerer Zeit nicht mehr den notwendigen Anforderungen, welche die Software stellt. In diesem Fall muss eine neue (Appliance) Box gekauft werden.
Kann man eine Appliance einfach erweitern?
Nein. Eine Appliance ist eine fix und fertig konfigurierte Hard- und Softwarekombination. Um die Kosten für die Appliance möglichst gering zu halten, verwenden viele Hersteller Prozessoren, Speicher und Disks der vorherigen Generation. Aufrüstungen der Hardware sind in der Regel sehr teuer und bereits nach ein bis zwei Jahren nicht mehr möglich. Notwendige Software-Updates können dann nicht mehr oder nur noch teilweise eingespielt werden.
Ist eine Appliance stabiler als eine Softwarelösung?
Nein. Stabilität ist immer eine Frage der Qualität. Die Qualität einer Appliance wird bestimmt durch die Qualität der Hard- und Software. Sehr hohe Qualität der Software ist das Kernelement hochwertiger Lösungen. Diese resultiert letztendlich immer aus hohen Qualitätsstandards und langjährigen Erfahrungen im Einsatzumfeld.
Sind Appliances ein Enterprise-Produkt?
Nein. Appliances sind ursprünglich konzipiert worden, um für kleine und mittelständische Unternehmen eine kostengünstige Lösung anbieten zu können.
Dieses Ziel wurde nur zum Teil erreicht, da die Initialkosten relativ hoch sind. Die Kosten steigen insbesondere dann überproportional an, wenn mehrere regional verteilte Übergänge ins Internet abgesichert werden sollen oder mehrere Gateways notwendig werden.
Es zeigt sich zudem, dass die Erstkonfiguration nicht einfacher ist als beispielsweise bei der iQ.Suite. Anpassungen der Konfiguration an die spezifischen Belange des Unternehmens oder die Umgebung sind unter Umständen sogar aufwändiger, da keine zentrale Administration und Konfiguration für mehrere Systeme an einer Managementkonsole möglich ist.
Dieses Ziel wurde nur zum Teil erreicht, da die Initialkosten relativ hoch sind. Die Kosten steigen insbesondere dann überproportional an, wenn mehrere regional verteilte Übergänge ins Internet abgesichert werden sollen oder mehrere Gateways notwendig werden.
Es zeigt sich zudem, dass die Erstkonfiguration nicht einfacher ist als beispielsweise bei der iQ.Suite. Anpassungen der Konfiguration an die spezifischen Belange des Unternehmens oder die Umgebung sind unter Umständen sogar aufwändiger, da keine zentrale Administration und Konfiguration für mehrere Systeme an einer Managementkonsole möglich ist.