Schwerpunkt: Anti-Spam
2. Welche Schäden richtet Spam an?
3. Welche Abwehrmaßnahmen gibt es?
4. Welchen Return on Investment kann ich erwarten?
5. Wie funktionieren die Anti-Spam Produkte?
6. Warum sind Anti-Spam Richtlinien sinnvoll?
7. Wie kann ich die Filterleistung beurteilen?
8. Was sind heuristische Verfahren zur Spamabwehr?
9. Wie funktionieren gewichtete Wortlisten?
10. Was bedeutet E-Mail-Kopfzeilen Analyse?
11. Was verbirgt sich hinter RBL, MAPS, Reverse DNS, DCC u.a.?
Was ist Spam?
Trotz aller Versuche, die Werbemail-Flut mit juristischen Mitteln in den Griff zu bekommen, ist der Einsatz professioneller Produkte wie iQ.Suite Wall der iQ.Suite vorzuziehen, um Spam-Mails schnell und wirksam zu blockieren.
Welche Schäden richtet Spam an?
Die durch Spam entstehenden Schäden sind zum Teil nicht exakt bezifferbar. Sie lassen sich jedoch in folgende Bereiche unterteilen:
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Welche Abwehrmaßnahmen gibt es?
Welchen Return on Investment kann ich erwarten?
Wie funktionieren die Anti-Spam Produkte?
- Absendererkennung und Blockieren der Absender per IP-Adresse und Name.
Die Wirksamkeit dieser Methode ist unterdurchschnittlich, da viele Adresslisten im Internet nicht dem aktuellen Stand entsprechen und die Spam-Versender die Adressen häufig wechseln. Die Methode kann unter Umständen zusätzlich zu einer hohen False Positive Rate führen, wenn der Kommunikationspartner ungewollt auf eine derartige Sperrliste geraten ist. In Kombination mit anderen Verfahren und richtig eingesetzt kann die Absendererkennung aber ein einfaches und sehr hilfreiches Mittel sein. - E-Mail-Kopfzeilen Analyse.
Die Prüfung von erweiterten Informationen in den E-Mail-Kopfzeilen (Header) auf Konsistenz erlaubt das gezielte Erkennen von E-Mails, welche nicht von Standard E-Mail-Systemen wie Microsoft Exchange, Lotus Domino o.Ä. versendet wurden. Voraussetzung für eine hohe Erkennungsrate ist ein feinabgestimmtes Rating der einzelnen Merkmale. - Strukturanalyse von Adressfeldern, Betreff und Nachrichtentext.
Bei diesem Schritt wird überprüft, ob das Empfängerfeld (An:) oder die Betreffzeile leer ist und ob der E-Mail-Nachrichtentext (Body) eine Kombination von unerwünschten HTML-Tags und Skripten enthält. - Textanalyse durch gewichtete Wortlisten in Betreff und Nachrichtentext.
Die Wirksamkeit dieser Methode hängt im Wesentlichen von den Wortlisten und dem Gewichtungsalgorithmus ab. - Textanalyse mit statistischen Verfahren wie z.B. Content Recognition Engine (CORE).
Hierbei handelt es sich um ein sehr flexibles Verfahren zur systematischen Erkennung von Inhalten nach frei definierbaren Kategorien wie Spam, Newsletter, Business etc. Die Wirksamkeit dieses Verfahren ist sehr hoch. In Kombination mit den oben genannten Filtermethoden sind sehr hohe Erkennungsraten möglich.
Warum sind Anti-Spam Richtlinien sinnvoll?
Wie kann ich die Filterleistung beurteilen?
Was sind heuristische Verfahren zur Spamabwehr?
Wie funktionieren gewichtete Wortlisten?
Was bedeutet E-Mail-Kopfzeilen Analyse?
Verfahren zur E-Mail-Kopfzeilen Analyse untersuchen die Kontrollinformationen auf Konsistenz und Vollständigkeit. Wird eine oder mehrere Unregelmäßigkeiten erkannt, so werden diese mit einem Rating versehen. Durch entsprechende Schwellwerteinstellungen können die Filterfunktionen den Richtlinien angepasst werden.
Was verbirgt sich hinter RBL, MAPS, Reverse DNS, DCC u.a.?
Realtime Blackhole List (RBL) ist eine Sperrliste im Internet, welche im Rahmen des Mail Abuse Prevention Systems (MAPS) zur Verfügung gestellt wird. Die Liste enthält alle ungeschützten Mailserver, welche von Spam-Versendern zum Versand der unerwünschten E-Mails verwendet werden. Ein Mailserver, der RBL nutzt, kann die Aufnahme der Kommunikation mit dem ungeschützten System verweigern. Die Wirksamkeit von RBL sank in letzter Zeit stark, da immer mehr offene Clientsysteme mit wechselnden IP-Adressen nichtsahnender Internetbenutzer zum Versand von Spam-Mails missbraucht werden.
Reverse DNS ist Teil des Domain Name System im Internet. Es beruht auf einem Rückfrageverfahren, bei dem Name und IP-Adresse des anrufenden Mailservers durch einen Reverse Lookup (Abfrage der IP-Adresse anhand des Domänennamens bei einem DNS-Server) auf Konsistenz geprüft wird. Treten Abweichungen auf, wird die Verbindungsaufnahme abgebrochen. Die Wirksamkeit gegen Spam ist stark umstritten, da Spam-Versender sehr häufig fremde (Echt) Systeme für den Versand nutzen oder sogar eigene E-Mail-Versandsysteme betreiben.
Eine neuartige Methode stellt das Distributed Checksum Clearinghouse (DCC) dar. Grundlage von DCC sind eigene Checksummen-Server, welche von jeder E-Mail eine Prüfsumme und Angaben zur Anzahl der jeweiligen Empfänger in einer Datenbank zur Verfügung stellen. Zur Prüfung auf Spam wird mittels eines DCC-Clients auf dem Mailserver die Prüfsumme berechnet, und diese zusammen mit der ermittelten Anzahl Empfänger an den Server übermittelt. Dies führt zu einer kumulativen Sammlung der tatsächlichen Empfängerangabe welche der Server jeweils dem Client als Ergebnis zurückliefert.
Diese Anzahl kann nun mit der eintreffenden Mail auf dem Mailserver verglichen werden. Weicht die Anzahl stark voneinander ab, so handelt es sich um einen Mailspread und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit um Spam-Mail. Das Prinzip weist auch einige Lücken auf:
- Newsletter werden in der Regel auch als Massenmail versendet,
- ein Spam-Versender kann das System durch personalisierte Einzelmails umgehen,
- bei sich schnell ausbreitenden E-Mails existiert noch kein Datenbankeintrag,
- große Abhängigkeit von der Community und von der Verbreitung des Systems.
Ein alternatives und kommerzielles Verfahren ist SpamNet. Ähnlich wie bei DCC werden Prüfsummen für jede E-Mail berechnet. Im Unterschied zu DCC erhält SpamNet die Spam-Mails jedoch durch eine individuelle Klassifikation durch Endbenutzer zugestellt. Hierdurch entsteht unter Umständen ein erheblicher Zeitversatz, da eine E-Mail erst ab einem bestimmten Schwellwert an Meldungen als Spam in die Datenbank aufgenommen wird.